Über Krankheiten, Schlangenfänger, alte Sitten und Gebräuche, Umwelt, Miteinander, Bärbel Mohr und Karen Kingston

 

 

 

Gestern lernte ich noch einen neuen gefährlichen Beruf kennen. Ausüben möchte ich den nicht, aber Schlangenfänger tun in jeder Hinsicht ein gutes Werk. Pro Schlange bekommen sie zwischen 20 und 120 Euro. Für die Verhältnisse im Iran ein sehr guter Lohn. Normalerweise werden die Schlangen in der Wüste gefangen, aber auch in den Häusern wenn sich eine Schlange nach dem Ausflug in der Wüste dort „verlaufen“ hat. Dann kommen die Leute zum Schlangenfänger und bitten ihn sofort zu kommen und die Schlange zu fangen. Wenn die Arbeit erledigt ist, dann verabschiedet sich der Schlangenfänger unter anderem mit:….“ Entschuldigung für die Störung…“ Es kostet auch nichts, weil die Leute dort das wohl eh nicht bezahlen könnten und der Schlangenfänger Geld für die Schlange bekommt. Manchmal klettert er auch auf Bäume und fängt eine Schlange. Gruselig sich das vorzustellen, aber es ist wirklich nützlich, dass es solche Leute gibt. Davor habe ich wirklich Hochachtung. Manches Schlangengift kann auch Gehirntumore heilen. Der Schlangenfänger wird auch oft ins Krankenhaus gerufen, damit er bei einem Menschen, der gebissen wurde, feststellen kann, welche Schlange das war…..

 

Morgen geht es wieder heim nach NRW und ich muss noch packen. Gestern waren wir noch am Flughafen in Stuttgart und haben den Flugzeugen beim landen und starten zugesehen. Irgendwie zieht so etwas doch viele Leute an und trotz des schlechten Wetters haben viele zugesehen. Wenn ich mal weiß, wie man hier Filme und Bilder einstellen kann, werde ich das tun, denn ich habe schöne Bilder und Filme gemacht.

 

Heute regnet es und es ist ein richtig fieses Wetter. Das fördert mal wieder Depressionen und mir geht es schlecht. Seit Tagen habe ich zuerst Migräne und einen Druck im Kopf und seit gestern Kopfschmerzen. Heute morgen habe ich, wie gestern abend, eine Aspirin genommen. Ich suche immer noch nach einer medikamentenfreien Lösung gegen diese blöden Migräne und Kopfschmerzen. Ich wünsche mir jemand, der mir Shiatsu, Hatha-Yoga, progressives Muskeltraining, Quigong und so unterrichtet…. Na ja, eher gesagt bezahlt. Denn ich müsste es vorstrecken und wenn ich an ca. 80 % der Stunden teilgenommen habe, bezahlt die Krankenkasse den Großteil…. Allerdings kann ich NICHT gewährleisten, dass ich so oft daran teilnehme, weil es mir wirklich schlecht geht. Seit Monaten habe ich eine ganz schlechte Phase. 1 Termin pro Tag schaffe ich, alles andere ist viel zu viel. Am Montag muss ich ein „Gehirnbild“ beim Radiologen machen lassen und am darauffolgenden Montag erfahre ich nun beim Neurologen, was ich habe….Ich habe wirklich Angst davor und es macht mir enormen Stress….. Einerseits hoffe ich, dass nichts herauskommt, wenn aber nichts herauskommt, was habe ich dann? Mir schlafen ständig Hände, Arme und Beine an, es bizelt, einmal die Woche hab ich flimmern vor den Augen und ich bin für ½ Stunde ausgeknockt…. Ich fühle mich immer so schlapp und kaputt, bin überhaupt nicht mehr Leistungsfähig…Ich kann mich schlecht konzentrieren und muss alles, was ich schreibe nachlesen lassen, weil ich doofe Fehler mache und manchmal Sachen schreibe, die ich gar nicht so meine….Geistig bin ich mach mal irgendwie nicht auf der Höhe :-((… Und oft sind meine Füße und Hände so kalt, dass man denkt, die sind schon gestorben…. Über meinen Rücken, Nacken und Schultern rede ich schon nicht mehr. Meine Ärzte sagen, das hätten alle und ich hätte ja jetzt keine Skoliose mehr….Ich wünsche mir so oft Heißluft, Massage und Einzelkrankengymnastik, am liebsten 2 mal die Woche. Ich bin echt nicht faul und ich weiß, dass ich Krankengymnastik machen muss, aber ich bin echt zu blöde, die Übungen alleine exakt auszuführen, genauso wenig wie Yoga oder Shiatsu.

 

Na ja, es hat seine Gründe, dass ich nicht mehr für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe, aber die Ärzte haben leicht reden, ich solle Geduld haben. So Burn-Out und Depressionen gehen nicht an einem Tag wieder weg, wenn man weiß, wie viel ich/wir mitgemacht haben und täglich mit neuem Stress konfrontiert werden.

 

Immerhin habe ich mir eine neue Matratze, ein neues Nackenkissen und Einlagen nach vorheriger Vermessung und weiche (die anderen Einlagen sind so hart, da hatte ich so Schmerzen beim Laufen/Benutzen) geleistet. Das kommt mir schon wie Luxus und Geldverprassen vor, aber es war dringendst nötig und ist wichtig für meine Gesundheit. Denn im Bett liegen kann ich auch nicht, vor lauter Schmerzen. Ich bin schon froh, wenn ich nachts ein paar Stunden schlafen kann. Eigentlich können wir uns nichts leisten, aber das war einfach wichtig. Seither geht es nachts wieder ein wenig besser. Ich mag mir eh nichts für mich leisten, denn ich bin es mir nicht wert. Seit ich nicht mehr arbeitsfähig bin, werde ich wie ein Mensch 5. Klasse behandelt. Freunde hat man auch keine mehr. Und Selbstwertgefühl hatte ich nie.

 

Na ja, immerhin habe ich gelernt, dass meine Gesundheit wichtig ist, denn ohne dass ich was dafür tue und dafür kämpfe wäre ich wohl bald nur noch im Krankenhaus. Der Witz ist, für meine psychologische Probleme bekam ich meine Reha und würde ich sofort wieder stationär aufgenommen, aber für meine körperlichen Probleme da gibt man mir Tabletten. Als ob das helfen würde….. Ich will doch endlich wieder gesund werden….. Daher verweigere ich Tabletten, mal von Migränemedikamenten, Aspirin, Magnesium supra mit Vitamin-B-Komplex abgesehen.

 

Sonst würde ich wohl auch irgendwann so abgeschoben in eine „Alten-Aufbewahrungs-Anstalt“ genannt Altenheim. Nur mal so, in NRW habe ich Altenheime kennengelernt, die wirklich gut waren, aber in Baden-Württemberg habe ich grausamstes gesehen.

 

Meine Oma und meine Tante wurden jahrelang mit Tabletten zugedröhnt oder sonstigen Medikamenten. Sie waren nicht mehr sie selber. Zum Schluss kannten sie mich nicht mehr und lagen nur noch im Bett. Es war so schlimm und tat so weh, dass ich sie nicht mehr besuchen konnte. Eine Bekannte ist in einem Stuttgarter Altenheim. Dieses wurde zertifiziert. Dabei zerfällt es. Das Zimmer unserer Bekannten ist eine Bruchbude. Sie schläft oft, wenn man kommt. Sie darf nicht mehr raus in den Rollstuhl, jeden Tag, wie bei der Zertifizierung. Nein, sie dämmert im Bett dahin. Neulich reagierte sie nicht mal aufs Streicheln von meiner Mutter. Sonst sagt schlägt sie die Augen auf und sagt: Ich bin sooooooooo müde. Und das tagsüber!!! Auf Nachfrage sagte der Pfleger, das sei normal. Und die Pflegerin, die sonst nie mit meiner Mutter redet, sagte unwirsch, das sei doch immer so und total normal. Die geben ihr Sachen zu essen, die sie nicht mehr mag. Z. B. jeden Abend Grießbrei. Einmal sagte sie, sie hätte auch gern Spinat und Spiegeleier. Aber DAS ist ja zu viel Aufwand.

Bei den Dreien (Oma, Tante, Bekannte) habe und hatte ich keinerlei Rechte oder Möglichkeiten, die Situation zu verbessern. 😦 Sollte aber jemals meine Mutter, Schwiegermutter ins Altenheim kommen, werde ich sie an meinem Wohnort im Altenheim unterbringen, wenn dies finanziell geht und ich werde dafür sorgen, dass mit denen nie so umgegangen wird.

 

Einmal besuchte ich das Seniorenheim Mandelstift, man merkt, dass dies teuer ist, aber dort sah man Menschen rumlaufen, nette Pflegekräfte, die einen ansprachen. Das Stift ist ansprechend, liegt in einer schönen Landschaft und ist wirklich schön. Irgendwann sah ich auch im Fernsehen mal ein Altenheim, wo die Menschen ihre Tiere mitbringen durften und die Leute, die noch fitter waren, haben sie versorgt und hatten viel Spass daran. Es war mehr eine Gemeinschaft. So etwas finde ich schön.

 

Warum muss man alte Leute mit Medikamenten ruhig stellen? Haben die kein Recht mehr auf LEBEN? Auf Leben außerhalb des Bettes?

 

Ich weiß, ich habe genügend eigene Probleme und es geht mich eigentlich (noch) nichts an, aber es stört mich, dass ich keine Macht habe, dies zu ändern.

 

Es gibt so viele Sachen, die in meinen Augen nicht richtig sind. Warum müssen Leute Vollzeit arbeiten und dann noch beim Amt Geld beantragen, weil sie zu wenig verdienen? Das ist doch nicht richtig. Auch das Eltern Vollzeit- und Nebenjobs haben müssen und trotzdem mit dem Geld nicht klar kommen. Es kann auch nicht sein, dass wir so viele Arbeitslose haben, aber nicht genügend Kräfte für Kindergärten und -tagesstätten. Warum kann die Regierung nicht vorausschauend arbeiten und genügend (deutsche bzw. einheimische) Fachkräfte beschaffen? Warum müssen wir ausländische Fachkräfte holen, wo wir doch genügend Arbeitslose haben? Warum brauchen wir Diskussionen über Mindestlohn, wenn doch klar ist, dass die Leute kein Auskommen mit dem viel zu kleinem Einkommen haben? Warum müssen GUTE Lebensmittel, wie zum Beispiel, die Bäckerreste, weggeworfen werden, WEIL wenn Bäcker ihre Reste verschenken sie Steuern bezahlen müssen (Tafel, Bedürftige usw.) und wegwerfen ist kostenlos und Verschwendung? Warum werden Butterberge und viele andere Lebensmittel vernichtet und in Afrika sterben Menschen, weil sie zu wenig zu essen haben? Warum darf der Papst Kondome und die Pille verbieten, wo in Afrika und anderen Ländern Frauen sich nicht mal gegen die Zudringlichkeit von Männern schützen können oder Aids sich rasend verbreitet?

 

Ich habe viele, viele Fragen, aber eigentlich gibt’s nur eine Frage, warum bin ICH persönlich so machtlos gegen alles und kann nichts verbessern oder richten? Ich bin sogar so machtlos, dass es mir jeden Tag schlechter geht, weil ich mich um Dinge und Menschen sorge, die mich nichts angehen oder gegen die ich eh nichts machen kann…. Wäre ich reich, würde ich viel, viel mehr für die Umwelt tun, so muss ich tun, was in meiner Macht steht und das versuche ich zu tun. Klar, bin ich nicht perfekt, aber ich muss das im Rahmen meiner Möglichkeiten tun und bin immer froh, wenn ich feststelle, wenn ich noch mehr tun kann…..

 

Wäre ich reich, würde ich das Geld nicht verprassen, aber ich würde z. B. in einem Energiesparhaus wohnen. Ich würde Windparks aufmachen, die Toilette mit Regenwasser spülen und mit Regenwasser meine Wäsche waschen. Ich wäre auch bereit, Fahrrad zu fahren, damit ich einen Teil Strom den ich verbrauche, damit gewinnen könnte. Natürlich würde ich viel mehr für die Gesundheit tun, für meine und die anderer Leute und für die Umwelt. Und ich würde Menschen in Notlagen helfen und die, die in der selben Situation sind, wie wir waren, damit es ihnen nicht eben so mies geht, wie uns jetzt. Es würde bei mir keine Arbeitslosigkeit herrschen und ich würde versuchen, die Menschen glücklich zu machen. Meine Mutter hängt zum Beispiel gerne Wäsche auf, mein Schwiegervater hat gerne Knöpfe angenäht und gebügelt….. Wenn man die Menschen das machen lässt, was sie gerne machen, wird es besser und sie sind produktiver, außerdem sind sie glücklicher und schlanker. Ergo wären sie auch alle gesünder.

 

Ach ja, ich wünsche mir eine Wohnung mit Badewanne. Für mein körperliches Wohlbefinden, Entspannen und besseren Schlaf, bade ich abends gerne. Dieses Wasser könnte man dann für die Toilettenspülung benutzen, dann wäre dieses Wasser doppelt gut genutzt. Meine Oma hat mit dem Wasser ihrer Waschmaschine die Toilette gespült. Sie hatte nicht direkt ein Plumpsklo aber ein Fallklo, eine normale Toilette zum sitzen, nur dass da ein Marmor(oder Keramik-)loch nach unten ging und man mit einem Eimer;Krug oder Gießkanne Wasser hinterher leerte, nach den Toilettengängen. Meine Oma selig hatte auch immer alles aufgehoben, was sie gefunden hatte. Stofftaschentücher hat sie gewaschen, gebügelt und dann verschenkt. Jede Schraube, Mutter und Nagel wurde aufgehoben und wurde benutzt. Meine andere Oma hat die Roßbollen der Pferde aufgehoben und damit den Garten gedüngt. Manchmal wünsche ich mir ein kleines Paradies zurück. Ohne Sorgen und Probleme, wo alle Menschen glücklich sind und sich nicht gegenseitig weh tun. Es gibt einfach zu wenig Mutter Theresas….

 

Eigentlich könnte ich nun noch über Bärbel Mohrs und Karen Kingstons Bücher schreiben, die wirklich lesens- und nachdenkenswert ist, aber ich koche nun hier bei meiner Mutter das letzte Urlaubsmittagessen, außerdem kann ich mich nun nicht mehr konzentrieren und schreib nur noch Mist, irgendwie….

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Über lesezeichenfee

Seit ich ein Kind war, bin ich eine Leseratte und habe schon 1000de Bücher verschlungen. Und was passt besser, zu einer Leseratte als Lesezeichen. Inzwischen hatte ich davon auch schon megaviele, allerdings verschenke ich immer wieder welche und stelle auch selbst welche her. Normalerweise schreibe ich über meine Bücher woanders, aber ich wollte nun auch mal einen Blogg machen. Inzwischen bin ich auch bei vielen Tauschbörsen, damit ich genügend Bücher zum Lesen bekomme. Dafür habe ich jetzt einen SUB. ;-)
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