Die etwas andere Goldsuche, Depressionen und Franz Beckenbauer

Gestern war ein schöner Tag. Wir waren bei Breuni in Sifi. Nachmittags haben wir die Kehrwoche (darüber werde ich mal gesondert schreiben 😉 )eingehalten. Da war ich doch froh, dass ich das – zuhause – nicht mehr machen muss.

Abends sahen wir Galileo und das entsetzte mich schon sehr. Da gab es eine Reportage über indische Goldsucher und ich hab mich schon öfters beim Essen gefragt, ob ich die Hände gewaschen hab….

Goldsucher scheint in Indien ein Beruf zu sein. Es wurde von einem 16 jährigen Jungen berichtet. Er kehrt abends die Gasse vor den Juweliergeschäften und sammelt dort den Kehricht ein. Dabei dachte ich: Könnte der nicht auch nachts bei uns kehren? Wie wären unsere Städte sauber, bei solchen Kehraktionen.

Doch was dann kam, war absolut gruselig, unhygienisch und für westliche Verhältnisse nicht denkbar: Er stieg in den Schacht, der am nächsten war, vom Juweliergeschäft gesehen. Dort stank es bestialisch und es geht dort viel übler zu, als im deutschen Kanalsystem. Der Junge ging ohne Schutzkleidung und Handschuhe herunter, geimpft war er auch nicht. Der Reporter trug Schutzkleidung und Handschuhe, als er runterging. Jedenfalls haben sie dort den Schlamm in Eimer getan und dann nach oben befördert. Also ich denke, das ist für jeden der in der westlichen Zivilisation lebt ein Horrorgedanke. Wenn man bedenkt, was für Krankheiten man sich da zuziehen könnte. Menschen aus Indien scheinen da sehr resistent zu sein, wenn man bedenkt, dass die Goldsucher früh damit anfangen und immerhin zwischen 40 und 50 Jahre alt werden.

Das beste kommt dann aber noch. Am nächsten Morgen wird die ganze Mischung mit Wasser gesiebt. Irgendwann kommt Salpetersäure dazu. Das ganze geschieht zwar in einem offenem Raum, aber ohne jegliche Schutzkleidung. Später wird ein Tropfen Quecksilber aus einer Flasche auf die Hand getan und damit werden dann die Reste in dem Topf aus gerieben. Mit der Hand und ohne Handschuhe. Was dabei dann entsteht ist Amalgam. Danach wird das ganze erhitzt und was dann übrig bleibt ist Gold.

Damit geht es zum Juwelier und der bestimmt den Reinheitsgehalt für den winzigen Klumpen gab es 300 Rupien, was etwa 5 Euro entspricht.

Wenn der Junge offene Wunden hat, macht er seinen Job trotzdem. Manchmal kann er sich dann die Medizin, die er benötigt leisten und manchmal auch nicht…..

Irgendwie fühlt man sich danach richtig hilflos und möchte den Menschen dort helfen. Aber wie? Vielleicht reicht es aber auch, wenn wir dankbarer für alles sind, andere Menschen netter und freundlicher behandeln und unsere Umwelt nicht mehr so arg strapazieren.

Eigentlich könnten wir doch echt dankbar sein. Denn wenn wir den Lebensstandard des jungen Goldsuchers mit unserem vergleichen, dann geht es uns doch besser…. Wir sollten uns auch nicht ständig an anderen messen und das Leben JETZT, HIER und HEUTE genießen und aus unserer Zeit was machen, was uns gefällt und alles genießen, natürlich OHNE andere zu schädigen….. Man kann auch mit wenig Geld glücklich sein. Es gibt so viel, was man tun kann.

Bücherschränke: Da kann man für lau Bücher bekommen, wenn man sich keine leisten kann und ausgelesene hinein stellen.

Den einzigen habe ich bisher in Vaihingen an der Enz gesehen. Dort habe ich 4 Romane gefunden. 2 kannte ich schon, aber es hat sich gelohnt, die zu lesen, wenn ich einen anderen Bücherschrank finde, dann lege ich die Bücher dort wieder herein und schaue, ob ich wieder andere Bücher finde. Es gibt auch viele Tauschbörsen. Wenn ich weiß, wie man hier Unterseiten macht, dann werde ich die mal beschreiben und meine Buchrezensionen einstellen.

Im Wald spazieren gehen. Eigentlich dürfte es in Baden-Württemberg und Bayern keine depressiven Menschen geben. Es gibt dort sehr viel Wald und ich genieße die Spaziergänge dort. Ich bin immer dankbar, wenn ich im Süden der Republik sein darf. Seit ich in NRW wohne, an der Grenze zu Holland, seither empfinde ich das viel stärker. Früher fand ich schon immer dass Süddeutschland einfach sehr schön ist und eine tolle Urlaubsregion. Allerdings wird das nicht gefördert und es wäre zu teuer, in meiner alten Heimat Urlaub zu machen, denn die Hotelzimmerpreise sind jenseits von gut und böse.

Es gibt so viele schöne Dinge, die man gerne tut und nicht mehr macht, weil man meint, man hat keine Zeit dafür. Es ist erstaunlich, wie viel mehr Zeit wir haben, seit dem wir uns bewusst gegen einen Fernseher entschieden haben. Wir vermissen ihn nicht. Im Urlaub und bei Freunden und Bekannten könnten wir ja schauen, wenn wir wollten. Es gibt nur einzelne wirklich gute Sendungen im Fernsehen, die sich tatsächlich lohnen anzusehen. Galileo ist so eine Sendung. Filme kaufe oder leihe ich mir lieber, weil ich keine Werbeunterbrechungen mag. Früher ging ich immer zur Videothek, heute gibt es meine Videotheken nicht mehr und man leiht sich die Filme übers Internet. Wie sich die Zeiten ändern. Man muss nicht mehr raus, wenn man was benötigt, übers Internet kann man alles einkaufen was man so benötigt.

Wenn man depressiv ist, sollte man rausgehen, spazieren gehen, walken, Sport treiben, ins Kino gehen und sich einfach beschäftigen. Ich weiß sehr wohl, das ist einfach gesagt. Bestes Beispiel ist Robert Enke. Das Entsetzen war groß und danach haben ihn die meisten wieder vergessen, außer betroffene und seine Frau. Ich finde seine Frau ist sehr stark und ich bewundere ihr Engagement. Es mag hart klingen, aber Depressionen haben in der geldgeilen Fußballwelt nichts zu suchen…. So etwas ist sehr traurig. Nicht nur harte Kerls können gut Fußball spielen oder trainieren. Ich kannte einen Trainer, der sich umgebracht hat. Mich schocken solche Tatsachen einfach sehr. Fußball ist doch nur noch Kommerz und hat nichts mehr mit Realitäten zu tun. Finde ich jedenfalls.

Daher schätze ich – seit Dezember 2011 – Franz Beckenbauer. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich irgendwann mal erzähle.

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Über lesezeichenfee

Seit ich ein Kind war, bin ich eine Leseratte und habe schon 1000de Bücher verschlungen. Und was passt besser, zu einer Leseratte als Lesezeichen. Inzwischen hatte ich davon auch schon megaviele, allerdings verschenke ich immer wieder welche und stelle auch selbst welche her. Normalerweise schreibe ich über meine Bücher woanders, aber ich wollte nun auch mal einen Blogg machen. Inzwischen bin ich auch bei vielen Tauschbörsen, damit ich genügend Bücher zum Lesen bekomme. Dafür habe ich jetzt einen SUB. ;-)
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